 |  | | Ausladen eines Patienten |
Bergwacht im Dauereinsatz
Nach zwei Wochen Pause sind die Füssener und Kaufbeurer Bergretter wieder im Dauereinsatz. Am Tegelberg gab es am Samstagnachmittag im Bereich des Rohrkopfes sechs Patienten zu versorgen und teilweise abzutransportieren.
Um 15.30 Uhr wurde der Einsatzleiter der Bergwacht Füssen, Holger Ebeling, wegen einer Knieverletzung im Bereich Rohrkopf alarmiert. Die ebenfalls diensthabende Bergwacht Kaufbeuren schickte einen Bergretter zu dem 67 Jahre alten Patienten.
Auf dem Weg dort hin begegnete dem Kaufbeurer Bergwachtler 200 Meter oberhalb ein weiterer Patient (58 Jahre) mit einer Knöchelverletzung. Der Einsatzleiter ließ den Bergretter am zweiten Unfallort und war inzwischen selbst bei dem Patienten mit der Knieverletzung, um diese zusammen mit einem Bergretter aus Füssen zu versorgen.
Währenddessen erlitt nochmals 200 Meter weiter oben ein dritter Bergsteiger (60 Jahre) eine Verletzung am Sprunggelenk sowie Kreislaufprobleme. Zur Versorgung dieses Patienten wurde nun eine zweite Mannschaft aus Füssen alarmiert, die mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau den Patienten anflog. Dieser wurde versorgt und ins Krankenhaus Füssen geflogen.
Dann ging es zurück an den Tegelberg, denn dort wartete inzwischen Patient Nummer 4 ( 66 Jahre) mit einer Sprunggelenkverletzung und starken Kreislaufproblemen. Auch er wurde versorgt und mit dem Hubschrauber abtransportiert.
Der erste Patient mit der Knieverletzung wurde anschließend ebenfalls mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Füssen geflogen.
Der Patient mit der Knöchelverletzung wurde von der Bergwacht Kaufbeuren mit der Gebirgstrage zur Drehhütte gebracht und von dort mit dem Bergwachtfahrzeug abtransportiert.
Zwei weitere Bergsteiger, die die Bergwachtler hinkend um Hilfe baten wurden gebeten selbständig an die Rohrkopfhütte abzusteigen, da neun Bergretter alle Hände voll zu tun hatten. Beide meinten, sie würden versuchen selbst ins Tal zu kommen.
Dieser Tag endete für die Bergrettungsteams aus Füssen und Kaufbeuren nach einer optimalen Zusammenarbeit um 20.00 Uhr. Stresssituationen wie diese, bei denen es heißt, viele Patienten so schnell wie möglich vom Berg ins Krankenhaus zu bringen, kann ein Bergrettungsteam nur bei optimaler Kooperation und Koordination meistern.
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