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Traumhaftes Bergwetter am Pfingstwochen- ende ließ zahllose Bergsteiger in die Ammergauer Berge strömen. So hatte auch die Bergwacht ihre Arbeit am sonnenver- wöhnten Samstag und Sonntag. Angenehme Temperaturen und eine gute Sicht lockten die Alpinsportler in ihren Bewegungsraum, die Bergwelt.
So wurde am Samstag ein Bergsteiger mit Herz-Kreislaufproblemen im Bereich Rohrkopf von der Bergwacht versorgt und anschliessend mit der Gebirgstrage und dem Bergwachtfahrzeug ins Krankenhaus Füssen transportiert.
Am Sonntag war der Frühsommertag in den Bergen eigentlich schon zu Ende, als gegen 17.30 Uhr der Einsatzleiter der Bergwacht Füssen alarmiert und ein Absturz über ein Schneefeld am Säuling gemeldet wurde. Sogleich wurde der notwendige Hubschrauber organisiert um schnellstmöglich einen Retter an die Unfallstelle zu bringen. Der Christoph Murnau von der ADAC-Luftrettung flog einen Bergretter aus Kaufbeuren mit Arzt per Seilwinde an die Unfallstelle auf der Säulingnordseite, zwischen "Wiese" und "Leiter". Hier lag der 43 - Jährige Bergsteiger mit einer Sprunggelenkverletzung im felsdurchsetzten Gelände, nachdem er zuvor über ein Schneefeld abgerutscht war. Der Bergsteiger hatte sehr gutes Schuhwerk an - er war insgesamt überdurchschnittlich gut ausgerüstet. Der Verletzte wurde am Knöchel geschient und anschließend mit dem Konggurt in den Hubschrauber gewinscht und mit Arztbegleitung ins Krankenhaus Füssen geflogen.
Dieser Unfall steht wohl für das Restrisiko, welches Alpinsportarten mit sich bringen.
An den Wochenenden ein Rettungsteam am Berg:
Bergrettungswache Füssen
mit der Einsatzleitung und die
Bergwacht Kaufbeuren
mit ihren Bergrettern.
Ein Rodelunfall mit sechs verletzten Kindern und zwei Abtransporte mit der Gebirgstrage halten die Bergretter auf Trab.
Bei einem Unfall auf der Sommerrodelbahn am Tegelberg sind am späten Sonntag Nachmittag sechs Kinder einer englischen Schulklasse zum Teil schwer verletzt werden. Die Schüler waren mit Ihren Rodelschlitten aufeinander geprallt, nachdem ein Kind mit seinem Rodel auf der Strecke angehalten hatte und der Sicherheitsabsand von den nachfolgenden Schülern nicht einghalten wurde.
Um kurz nach 17 Uhr waren am Sonntag mehrere Schüler einer englischen Schulklasse auf der 800 Meter langen Sommerrodelbahn unterwegs. Ein Kind blieb offenbar mit seinem Bob unerlaubterweise auf der Strecke stehen und verursachte somit einen Auffahrunfall, in den fünf nachfolgende Klassenkameraden mit Ihren Schlitten verwickelt waren. Die Wucht des Aufpralls war so groß, daß die Kinder (drei Buben und drei Mädchen im Alter
von zwölf und dreizehn Jahren) nach Angaben von Augenzeugen regelrecht aus der Bahn katapultiert wurden. Zwei Kinder wurden schwer verletzt, erlitten Verletzungen an der Wirbelsäule und wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken nach Murnau und Kempten geflogen. Die weiteren Verletzten zogen sich Brüche zu und wurden ebenfalls in Krankenhäuser eingeliefert.
Bereits am Samstag musste die Kaufbeurer Bergwacht bereits einen 77-Jährigen Bergsteiger vom Gipfel des Branderschrofens aus Bergnot helfen, nachdem er dort einen leichten Schwächeanfall erlitten hatte. Kurze Zeit später erfolgte eine weitere Alarmierung über die Rettungsleitstelle Kempten: Eine 54-Jährige Frau war beim Abstieg vom Tegelberg im Bereich des Rohrkopfsattels gestürzt. Die Frau wurde von der Bergwacht Kaufbeuren mit der Gebirgstrage abtransportiert und ins Krankenhaus nach Füssen gebracht.
Die Pflege eines Biotops am Hirschzeller Hang nahe den Tennisplätzen hat Tradition für die Kaufbeurer Bergwacht-Mitglieder. Nun wurde an dem Hang eine Tafel aufgestellt, die eine Reihe von Informationen über das Gemeinschaftspojekt der Bergretter und der Stadt Kaufbeuren vermittelt. Vor zehn Jahren hat die Kaufbeurer Bergwacht-Bereitschaft die Patenschaft für das Trockenbiotop am Hirschzeller Hang übernommen. Mager- und Trockenstandorte waren in Bayern früher weit verbreitete Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Heute sind diese Flächen von extensiver Nutzung, Aufforstung und Verbuschung bedroht. Werden die Gebiete nicht naturschonend gepflegt und genutzt, bewalden sie sich langfristig wieder und auf diese Verhältnisse angwiesene Pflanzen- und Tierarten verlieren ihren Lebensraum. Als Lohn der jährlichen Pflegearbeiten werden am Hirschzeller Hang heute beispielsweise mehr als 200 verschiedene Pflanzenarten festgestellt. Zum Vergleich: Auf einer bewirtschafteten Fläche kommen laut Bergwacht inzwischen weniger als 100 Arten vor.
Bei dem herrlichen Wetter am Wochenende zog es zahlreiche Menschen zum Begsteigen in das Gebiet um den Tegelberg. Mit sechs Einsätzen hatte die Bergwachtbereitschaft Kaufbeuren alle Hände voll zu tun.
Der Samstag schien erst ruhig zu verlaufen, bis gegen 17 Uhr die erste Alarmierung erfolgte. Ein 81-Jähriger aus Jungingen hatte beim Abstieg vom Tegelberg in Höhe des Rohrkopfsattels einen Schwächeanfall erlitten und musste mit der Gebirgstrage abtransportiert werden. Kurz nach 20 Uhr wurde ein Hüttenunfall mit Schnittverletzung gemeldet, bei dem ebenfalls Erstversorgung und ein Abtransport ins Krnkenhaus Füssen erfolgten.
Weiter ging es am Sonntag ab 15 Uhr. Ein 71-Jähriger aus Ronsberg hatte sich im oberen Drittel des Abstieges vom Tegelberg am linken Sprunggelenk verletzt. Auch dieser Patient wurde nach Schienung und Erstversorgung mit Hilfe der Gebirgstrage durch die Bergwachtbereitschaft Kaufbeuren ins Tal abtransportiert. Gleichzeitig zu diesem Einsatz kam eine weitere Meldung über einen in Bergnot geratenen Mann auf dem Weg zum Säuling. Durch die Unterstützung der Hintergrundmannschaft der Bereitschaft Füssen wurde dieser ins Tal geleitet. Gleich anschließend erfolgte die Alarmierung zu einem Gleitschirmflieger, der eine Baumlandung am Buchenberg absolviert hatte. Der Pilot war glücklicherweise unverletzt und konnte von dem etwa 25 Meter hohen Baum selbst absteigen. Die Bergwacht übernahm die Bergung des Gleitschirms.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit wurde nochmals ein in Not geratener Bergsteiger gemeldet. Es handelte sich dabei um einen aus Kalifornien stammenden Mann, der zum Fotografieren des Schlosses Neuschwanstein den markierten Weg verlassen hatte und den Rückweg im abschüssigen Gelände nicht mehr fand. Da es rasch dunkel wurde, alarmierte er über sein Handy die Bergwacht und wurde noch rechtzeitig vor Einbruch der Nacht aus dem unwegsamen Gelände ins Tal gebracht.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag waren die Bergretter der Bergwacht Füssen und der Bergwacht Kaufbeuren bis gegen Mitternacht unterwegs um drei in Bergnot geratene Bergsteiger auf der Südseite des Tegelbergs zu retten.
Gegen 21.30 Uhr wurde der Einsatzleiter alarmiert. Nach Mitteilung der Rettungsleitstelle haben sich drei Bersteiger im Bereich Tegelberg verstiegen und sind in der Dunkelheit orientierungslos. Ein Bergsteiger konnte vom Einsatzleiter telefonisch auf seinem Handy zurückgerufen werden. In einem fast 15-Minütigen Telefongespräch klärte der Einsatzleiter die genaue Situation und den Standort der drei Bergsteiger ab.
Die zwei Israelis und ein Deutscher machten sich gegen 17.15 Uhr vom Teglberg in Richtung Tal auf den Weg. Der anfänglich von den Bergsteigern beschriebene Abstieg nach "Osten" kristallisierte sich schnell als Gratwegabstieg in Richtung Westen heraus. So wurde der primäre Suchbereich auf den Bereich Gratweg eingeschränkt. Im weiteren Telefongespräch wurde abgeklärt ob ein Bach zu hören ist. Nach einem eindeutigen "Ja" konnte sichergestellt werden, dass die Bergsteigergruppe den Gratweg in Richtung Süden zur Pöllat hin verlassen haben muss. Die Bergretter der Bergwacht Kaufbeuren machten sich aus der Bleckenau auf den Weg in Richtung Gratweg. Schon bald bekamen sie Rufkontakt zu den Verstiegenen, die in weglosem winterlichen Steilgelände festsaßen. Die zweite Rettungsmannschaft der Bergwacht Füssen musste nicht mehr aus dem Depot ausrücken.
Nur der Disziplin der Bergsteiger, ihren Aufenthaltsort im Gebirge nicht zu verlassen und der detaillierten Abklärung des Einsatzortes ist es zu verdanken, dass die drei Bergsteiger nach zwei Stunden unverletzt aber erschöpft gerettet werden konnten.
Die Bergwacht weist darauf hin, dass in den Bergen bereits winterliche Verhältnisse herrschen. Kleidung und Ausrüstung müssen ebenso darauf abgestimmt sein wie die Zeitplanung einer Tour.
In Kooperation von Tegelbergbahn,
Bergwacht Füssen und der
Bergwacht Kaufbeuren
entstand im Oktober/November 2004 ein neuer Dienstraum. Der Raum an der Talstation des Falkenliftes dient als Stützpunkt für die Pistenrettung im Talbereich des Familienskizentrums am Tegelbergs
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